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09.10.2009
Interview im "heute journal": Ischinger zur Vision einer atomwaffenfreien Welt
Im Interview mit Claus Kleber äußerte sich der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, zur Vision einer Welt ohne Atomwaffen. Am 9. Oktober 2009 hatte das norwegische Friedensnobelpreiskomitee bekannt gegeben, dass US-Präsident Barack Obama mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis ausgezeichnet werde. In seiner Begründung verwies das Komitee insbesondere auf Obamas Vision und Wirken für eine atomwaffenfreie Welt. In seiner ersten Stellungnahme nach der Bekanntgabe hatte der US-Präsident erneut bekräftigt, dass die internationale Gemeinschaft die Weiterverbreitung von Atomwaffen und somit eine Welt am Rande der atomaren Vernichtung nicht dulden könne. Dies sei der Grund, warum man damit begonnen habe, konkrete Schritte zu einer Welt ohne Atomwaffen zu unternehmen.
Wolfgang Ischinger, selbst Unterstützer der Initiative Global Zero, bekräftige am Abend im "heute journal" des ZDF, dass es sich bei den Plänen von Obama nicht um realitätsferne Träume handele, sondern diese im Gegenteil eine Notwendigkeit darstellten. Allerdings sei diese Herausforderung nicht in wenigen Jahren zu bewältigen, sondern eine "Generationenaufgabe". Es sei Obamas Verdienst, dass er die Initiative entscheidend befördert habe. Nun sei es an den wichtigsten Atommächten, den USA und Russland, in Vorleistung zu gehen und erste Abrüstungsschritte zu unternehmen.
Das Interview können Sie in voller Länge in der Mediathek des ZDF ansehen.
