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05.02.2010
Ressourcensicherheit im Fokus von Politik und Wirtschaft

Hochrangige Teilnehmer beim Panel „Ressource Security and Shifting Global Power“. Foto: Harald Dettenborn
Die Themen Versorgungs und Ressourcensicherheit stoßen auch auf der 46. Münchner Sicherheitskonferenz auf höchstes wirtschaftliches wie auch politisches Interesse. Deshalb waren bei der zweistündigen Panel-Diskussion am Eröffnungstag zum Thema „Ressource Security and Shifting Global Power“ sowohl Politiker als auch Vertreter der Energiewirtschaft hochrangig vertreten.
Auf der politischen Seite sprach der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev, dessen Land ein wichtiger Öl- und Gasexporteur ist. In seinem Eröffnungsstatement schilderte er die Probleme, vor denen sein Land stand, als es Anfang der 90er Jahr unabhängig wurde. Die bekannten Öl- und Gasquellen seien erschöpft und weite Landstriche durch die Ölförderung verseucht gewesen. Heute exportiere Aserbaidschan durch sieben verschiedene Pipelines Öl und Gas. Weitere, wie etwa die Pipeline „Nabucco“, seien geplant. Mit diesem Export erwirtschafte das Land über die Hälfte des nationalen Bruttosozialprodukts. „Der Schlüssel des Erfolgs“, so Präsident Aliyev, „war die Entwicklung guter Beziehungen mit ausländischen Investoren und Energiekonzernen“. Deshalb habe Aserbaidschan selbst 2009 - das Jahr der Weltfinanzkrise - ein Wirtschaftswachstum von erneut mehr als neun Prozent aufweisen können. Aliyev ging in diesem Zusammenhang aber auch auf die Gefahren des noch nicht gelösten Konflikts mit dem benachbarten Armenien ein.
Ein weiterer politischer Vertreter war der stellvertretende Außenminister der USA, James Steinberg. Russland wurde von Valery Yazev vertreten, dem Vize-Vorsitzenden der Staatsduma der Russischen Föderation und Präsidenten des Russischen Verbandes der Gaswirtschaft. Auf Seiten der Energiewirtschaft diskutierten der Vorstandsvorsitzende der RWE AG, Jürgen Großmann, und Anne Lauvergeon vom französischen Konzern AREVA. Großmann betonte die hohe Bedeutung von politischer Stabilität und Berechenbarkeit für Energiekonzerne wie RWE. Dies gelte für das Ausland genauso wie für das Inland. So hätten etwa nachträgliche politische Entscheidungen bei Kraftwerksbauten RWE schon Milliardenkosten verursacht. Vielbeachteter Moderator des Panels über die Sicherheit von Ressourcen war Friedrich Merz, der Vorsitzende des Vereins Atlantik Brücke und frühere Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
