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21.08.2009
Ischinger plädiert für eine realistische Zielsetzung des Afghanistaneinsatzes
In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt betonte der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz die Notwendigkeit, klare Ziele für den Afghanistan-Einsatz zu benennen. Wolfgang Ischinger hob hervor, dass der Satz des früheren Verteidigungsministers Peter Struck, Deutschlands Sicherheit werde auch am Hindukusch verteidigt, zwar richtig sei, diese Aussage aber keinen Ewigkeitswert habe, sondern immer wieder neu überprüft werden müsse. Ischinger plädierte dafür, realistische Abzugskriterien zu definieren. Bisweilen habe man zu ambitionierte Ziele im Kopf, wenn man Afghanistan zu einer rechtsstaatlichen demokratischen Gesellschaft machen wolle: "Damit übernehmen wir uns. Wir werden dieses Land nicht zu einem anderen Land machen können." Es sei zwar ein Erfolg, dass in Afghanistan wieder gewählt worden sei. Wahlen seien aber auch kein Allheilmittel.
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