MSC Kick-off

"Post-Truth, Post-West, Post-Order?" Vorschau auf die 53. Münchner Sicherheitskonferenz

Bundestagspräsident Norbert Lammert beim Kick-off zur MSC 2017 in Berlin (Photo: MSC/Kuhlmann).

"Die internationale Sicherheitsordnung ist heute wohl so volatil wie zu keinem anderen Zeitpunkt seit Ende des Zweiten Weltkrieges." So begrüßte der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Botschafter Wolfgang Ischinger, die rund 300 Gäste in der Bayerischen Landesvertretung zum traditionellen MSC Kick-off in Berlin am 13. Februar 2017.

Ischinger gab einen ersten Einblick in die Themen der Münchner Sicherheitskonferenz und stellte den neuen Munich Security Report vor, der unter dem Titel "Post-Truth, Post-West, Post-Order?" relevante Daten und Analysen zu internationalen Sicherheitspolitik zusammenbringt. Ischingers Zusammenfassung: "Es geht dem Westen an die Substanz."

Es folgten eine Diskussion mit den Staatssekretären des Bundesinnenministeriums, Emily Haber, und des Auswärtigen Amts, Markus Eder, sowie eine Ansprache des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert. Hier geht's zu einem ausführlichen Bericht. Fotos des Events sowie eine Videoaufzeichnung finden Sie in unserer Mediathek.

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Über den MSC Kick-off

Der "MSC Kick-off" findet seit 2010 regelmäßig kurz vor der Münchner Sicherheitskonferenz in der Vertretung des Freistaats Bayern in Berlin statt. Die Veranstaltung führt in die Themen der Konferenz ein und richtet sich an Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft, Diplomaten, Medienvertreter sowie die Berliner Think Tank-Community. Seit 2015 wird dort auch der jährlich erscheinende Munich Security Report vorgestellt.

Vergangene Veranstaltungen

"Boundless Crises, Reckless Spoilers, Helpless Guardians" – Ausblick auf die 52. Münchner Sicherheitskonferenz

Am 28. Januar 2016 fand der Kick-Off für die 52. Münchner Sicherheitskonferenz in der Hauptstadt statt. Veranstaltungsort war wieder die Bayerische Vertretung in Berlin, in der sich circa 250 geladene Gäste aus dem Militär, dem privaten Sektor, der Zivilgesellschaft, den Medien, der deutschen Regierung und dem Diplomatenkreis zusammenfanden.

Der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen und Friedensnobelpreisträger Kofi Annan, der ehemalige österreichische Kanzler Wolfgang Schüssel sowie der Chef des Bundeskanzleramtes Peter Altmaier diskutierten zusammen mit dem Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger die Grenzenlosigkeit der aktuellen Konflikte und Krisen. Hierbei wurde insbesondere auf die aktuelle Flüchtlingskrise sowie den Konflikt in Syrien verwiesen, in denen sich laut den Sprechern zeige, dass ohne einer gemeinsamen internationalen Anstrengung keine Lösungen gefunden werden könnten. Wolfgang Ischinger bestätigte, dass die Flüchtlingskrise auch auf der bevorstehenden Konferenz eine wichtige Rolle spielen würde.

Auf der Kick-Off Veranstaltung wurde außerdem die diesjährige Ausgabe des Munich Security Reports, in der wieder wesentliche Entwicklungen und entscheidende Herausforderungen der internationalen Sicherheitspolitik dargestellt werden, vorgestellt (hier zum Download verfügbar).

"Collapsing Order, Reluctant Guardians" – Ausblick auf die Münchner Sicherheitskonferenz 2015

Die 51. Münchner Sicherheitskonferenz wurde mit einem Kick-Off Event in der Bundeshauptstadt am 26. Januar 2015 eingeleitet. Zu der Veranstaltung wurden circa 200 Gäste aus Wirtschaft und Politik  in der Bayerischen Vertretung in Berlin empfangen.

Während der Veranstaltung wurde die These debattiert, ob eine erweiterte internationale Verantwortung Deutschlands auch gleichzeitig mehr militärisches Engagement erfordere - Peter Gauweiler, CSU-Bundestagsabgeordneter sowie stellvertretender CSU-Vorsitzender, Stefan Liebich, Die Linke-Bundestagsabgeordneter, Klaus Naumann, General a.D. und ehemaliger Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, und Norbert Röttgen, CDU-Bundestagsabgeordneter debattierten diese These.

Die Münchner Sicherheitskonferenz präsentierte auf dem Kick-Off auch zum ersten Mal den Munich Security Report (MSR) mit dem Titel „Collapsing Order, Relluctant Guardians?“. Der MSR präsentiert mithilfe von Daten, Statistiken und Kartenmaterial wesentliche Entwicklungen und entscheidende Herausforderungen der internationalen Sicherheitspolitik und dient als Impulsgeber für die Sicherheitskonferenz (hier zum Download verfügbar)

Die USA im Rückzug, Europa ohne Ambition? Die Zukunft der transatlantischen Sicherheitsgemeinschaft - Vorschau auf die 50. Münchner Sicherheitskonferenz

Zehn Tage vor der 50. Münchner Sicherheitskonferenz kamen über 200 Politiker, Diplomaten, Journalisten und andere Gäste in Berlin für die jährliche MSC Kick-Off-Veranstaltung zusammen. In der Bayerischen Landesvertretung in Berlin führte der Konferenzvorsitzende Wolfgang Ischinger gemeinsam mit hochkarätigen Gästen, darunter Staatssekretär Ederer und US-Botschafter Emerson, in die Themen der MSC ein. Im Rahmen dieses traditionellen Formats wurde auch der neue MSC-Jubiläumsband "Towards Mutual Security - Fifty Years of Munich Security Conference“ vorgestellt, in dem u.a. Helmut Schmidt, John Kerry, Chuck Hagel, Frank-Walter Steinmeier, Omid Nouripour und John McCain Beiträge verfasst haben.

Der Westen und die Krisen von Mali bis Syrien - Ausblick auf die 49. Münchner Sicherheitskonferenz

Der MSC-Ausblick am 21. Januar 2013 leitete in die Themen der 49. MSC ein und setzte einen Fokus auf die Herausforderungen des Post-"Arabischen Frühlings“ sowie die iranische nukleare Frage. Zu dieser Thematik diskutierten der stellvertretende NATO-Generalsekretär Alexander Vershbow, der FDP-Bundestagsabgeordnete Rainer Stinner, der ägyptischen Vize-Außenminister und designierte stellvertretende Generalsekretär der Arabischen Liga Ramzy Ezzeldin Ramzy sowie der CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, Ruprecht Polenz mit dem iranischen IAEO-Botschafter Ali Asgar Soltanieh.