Health Security Series

Roundtable on Health Security München (2018)

Ein Blick in den Roundtable on Health Security während der Münchner Sicherheitskonferenz 2018 (Photo: MSC / Kuhlmann)

Die MSC setzte ihre Arbeit zu Fragen der Gesundheitssicherheit fort und konzentrierte sich beim Roundtable während der Hauptkonferenz am 16. Februar auf das entscheidende Thema der Gesundheitsversorgung in Krisengebieten. Teilnehmer von Nichtregierungsorganisationen, Regierungen, internationalen Organisationen sowie dem Militär waren anwesend, um die Auswirkungen von Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen zu diskutieren.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass die zunehmende Zahl von Angriffen auf die Gesundheitsinfrastruktur eine neue Stufe der Missachtung des humanitären Völkerrechts, insbesondere der Genfer Konventionen, darstellt. Die Diskussionsteilnehmer bedauerten, dass trotz der Verabschiedung von UN-Sicherheitsrats-Resolution 2286, in der alle Akteure zum Verzicht auf Schläge gegen Gesundheitsinfrastruktur aufgefordert werden, keine wesentlichen Verbesserungen erzielt wurden. Besonders besorgniserregend sei, dass nicht nur nichtstaatliche Akteure in Konflikten diese Schläge durchführen, sondern auch staatliche Akteure.


Health Security und die MSC

Neben der jährlich im Februar stattfindenden Münchner Sicherheitskonferenz veranstaltet die MSC regelmäßig hochkarätige Veranstaltungen auf der ganzen Welt. Dazu gehören neben Core Group Meetings, die in wichtigen Hauptstädten stattfinden, auch Summits und Roundtables zu den Themenschwerpunkten Europäische Verteidigungspolitik, Energiesicherheit, Cybersicherheit und Gesundheitssicherheit.

Der Ebolaausbruch in Westafrika hat der internationalen Gemeinschaft vor Augen geführt, dass Pandemien und andere Gesundheitskrisen potentiell ganze Staaten und Regionen destabilisieren und sich zu dramatischen Krisen für die internationale Sicherheit entwickeln können. Gemeinsam mit Chatham House, Merck und der Bill & Melinda Gates Stiftung hat die MSC daher eine Veranstaltungsreihe zu "Health Security" ins Leben gerufen.

 

Health Security Roundtables

Im Rahmen von Health Security Roundtables bringt die MSC gemeinsam mit Ihren Partnern Entscheidungsträger aus Regierungen, Industrie, internationalen Organisationen und NGOs zusammen, um die Debatte voranzutreiben und die Entwicklung von Strategien zur Stärkung der internationalen Gesundheitssicherheit zu unterstützen. Im Zentrum eines ersten Roundtables während der Münchner Sicherheitskonferenz 2016 stand das Thema der Gesundheitsversorgung in Konfliktzonen ("Health Care Under Attack"). Bei Roundtables während der Core Group Meetings in Addis Abeba und Peking debattierten die Teilnehmer Herausforderungen für Gesundheitssicherheit im Kontext der jeweiligen Regionen. Am Rande des Weltgesundheitsgipfels 2016 fand zudem ein Health Security Roundtable in Berlin statt, der gemeinsam von der MSC und M8 Alliance ausgerichtet wurde. Der jüngste Roundtable auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2017 behandelte das Thema "Addressing Gaps in the Global Surveillance and Response System".

 

Weitere Aktivitäten im Bereich Health Security

Neben den Roundtables steht das Thema Gesundheitssicherheit immer wieder auch im Fokus von Debatten auf der Hauptkonferenz oder auf der Agenda von Core Group Meetings. Neben einer Panelsession zu globalen Herausforderungen im Bereich der Gesundheitssicherheit auf der 52. Münchner Sicherheitskonferenz diskutierten Teilnehmer des MSC Core Group Meetings in Addis Abeba zentrale Gesundheitsrisiken für Afrika und deren Auswirkungen für regionale und internationale Sicherheit.

Vergangene Veranstaltungen

Health Security Roundtable Berlin (2017)

Am 16. Oktober 2017 veranstaltete die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) am Rande des Weltgesundheitsgipfels in Berlin einen Roundtable zum Thema Health Security. Der Roundtable wurde gemeinsam von der MSC und dem Weltgesundheitsgipfel ausgerichtet.


Die Diskussionen beschäftigten sich vor allem mit der lückenhaften Führungsstärke der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Bereich Health Security. Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass trotz einiger Fortschritte (z.B. erste Reformen der Soforthilfekapazitäten der WHO, verstärkte Einhaltung der Gemeinsamen Externen Evaluierungsmaßnahmen) insgesamt bisher nur mäßige Verbesserungen erzielt wurden. Die Teilnehmer drängten darauf, dass die internationale Staatengemeinschaft mehr Finanzmittel bereitstellen solle, identifizierten erhebliche Kapazitätslücken auf Länderebene und forderten klarere Rechenschaftsmechanismen. Angesichts einer beispiellosen Zahl globaler Gesundheitskrisen wird die Zeit im Kampf gegen die nächste Epidemie knapp.  


Einleitende Worte gaben Botschafter Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der MSC, Detlev Ganten, Gründungspräsident des Weltgesundheitsgipfels, Suerie Moon, Forschungsdirektorin des Globalen Gesundheitszentrums in Genf, und Peter Salama, Exekutivdirektor des Gesundheitsprogramms der Weltgesundheitsorganisation. Moderiert wurde der Roundtable von David Heymann, Leiter des Centre on Global Health Security von Chatham House. Einen zusammenfassenden Bericht über den Roundtable in englischer Sprache finden Sie hier. Von einigen Fotos in unserer Mediathek können sie einen Eindruck von der Veranstaltung gewinnen.


Der nächste MSC Health Security Roundtable findet im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2018 statt.


Health Security Roundtable Washington (Mai 2017)

Im Rahmen des Core Group Meetings in Washington DC am 9./10. Mai veranstaltete die MSC einen Health Security Roundtable in Zusammenarbeit mit dem Global Health Policy Centers des Centers for Strategic and International Studies (CSIS). Dabei kamen Experten und Entscheidungsträger aus der Politik, dem Militär, der Wirtschaft, der Wissenschaft sowie von Nicht-Regierungsorganisationen zusammen.

Thematisiert wurde insbesondere die Gefahr biologischer Terrorattacken. Durch signifikante Fortschritte im Bereich der Biotechnologie (z.B. CRISPR), die das Manipulieren von Pathogenen signifikant vereinfachen, sowie durch die anhaltende Gefahr terroristischer Anschläge weltweit, hat dieses Thema neue Relevanz gewonnen. Auch interessierten sich die Teilnehmer dafür, inwieweit die neue US-Administration unter Donald Trump die Führungsrolle der USA beim Thema Health Security weiterentwickeln wird.

Keynote-Reden wurden von Tim Ziemer, Senior Director for Health Security and Biodefense at the National Security Council, Wendy Sherman, ehemalige Under Secretary of State, sowie Rob Nabors, Direktor des Washingtoner Büros der Bill and Melinda Gates Foundation, gehalten. Moderiert wurde der Roundtable von J. Stephen Morrison, dem Direktor des Global Health Policy Centers am CSIS. Einen ausführlichen Report finden Sie hier.


Health Security Roundtable in München (Februar 2017)

Am Rande der 53. Münchner Sicherheitskonferenz, die vom 17. bis zum 19. Februar 2017 stattfand, versammelte die MSC zusammen mit Chatham House sowie der Bill & Melinda Gates Foundation führende Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen aus dem Bereich Health Security zu einem Roundtable mit dem Titel "Ready or Not? Addressing Gaps in the Global Surveillance and Response System."

Im Fokus der Debatte standen Vorsorgemaßnahmen bei Pandemien in instabilen und nichtregierten Regionen sowie Angriffe auf Gesundheitsinfrastruktur. Zu den hochkarätigen Teilnehmern des Health Security Roundtables zählten unter anderem Christopher Elias (Präsident der Bill & Melinda Gates Foundation),  Joanne Liu (Internationale Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen), Peter Maurer (Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz), Alaa Murabit (Gründerin und Präsidentin von of The Voice of Libyan Women), Stefan Oschmann (Vorsitzender der Geschäftsleitung & CEO von Merck), Peter Salama (Geschäftsführer des Health Emergencies Programme der Weltgesundheitsorganisation) und Thomas D. Waldhauser (General und Kommandeur des African Command der Vereinigten Staaten von Amerika). Moderiert wurde der Roundtable von Robin Niblett (Leiter  von Chatham House).

Lesen Sie hier den Bericht zum Roundtable, den Chatham House verfasst hat.


Health Security Roundtable in Berlin (2016)

Am 9. Oktober veranstaltete die MSC zusammen mit der M8 Alliance einen Health Security Roundtable am Rande des diesjährigen Weltgesundheitsgipfels im Auswärtigen Amt in Berlin. Die Veranstaltung brachte führende Vertreter von internationalen Organisationen, politische Entscheidungsträger sowie Wissenschaftler zusammen, um über aktuelle Herausforderungen im Bereich Gesundheitssicherheit zu diskutieren.

Im Fokus der Debatten standen vor allem die Lehren aus den jüngsten Krisen im Bereich der Gesundheitssicherheit, insbesondere dem Ebolaausbruch in Westafrika. Zu den Teilnehmern zählten u.a. Detlev Ganten, Gründungspräsident des World Health Summit, Matshidiso Rebecca Moeti, Regionalleiterin für Afrika der World Health Organization, Victor J. Dzau, Präsident der National Academy of Medicine, Yves Daccord, Generaldirektor des Internationalen Komitees des Roten Kreuz sowie Florian Westphal, deutscher Leiter von Ärzte ohne Grenzen. Hier finden Sie weitere Informationen zum HSR, darunter der Konferenzbericht sowie Fotos der Veranstaltung.