Münchner Sicherheitskonferenz tagt erstmals in Teheran

Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) wird am 17. Oktober 2015 mit ihrer Konferenzreihe MSC Core Group Meeting erstmals in Teheran tagen. Im Fokus der gemeinsam mit dem Institute for Political and International Studies (IPIS) und in Zusammenarbeit mit der deutschen und iranischen Regierung veranstalteten Tagung steht der Krieg in Syrien und die globale und regionale Rolle Teherans nach dem Abschluss des Wiener Abkommens über das iranische Atomprogramm.

Die iranische Hauptstadt Teheran, Veranstaltungsort des MSC Core Group Meetings am 17.Oktober (Photo: Fotolia / Kuhlmann).

Unter der Leitung des MSC-Vorsitzenden Botschafter Wolfgang Ischinger und des iranischen Außenministers Mohammed Sarif wird in Teheran ein exklusiver Kreis von rund 60 Teilnehmern zusammenkommen, um sich in einem informellen Rahmen austauschen zu können.

 

Neben dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier und seinem iranischen Amtskollegen nehmen u.a. der afghanische Außenminister Salahuddin Rabbani, der irakische Außenminister Ibrahim Al-Jaafari, der Premierminister der Regionalregierung Kurdistan Nechirvan Idris Barzani, der stellvertretende UN-Sondergesandte für Syrien Ramzy Ezzeldin Ramzy, die stellvertretende Generalsekretärin für politische Fragen des Europäischen Auswärtigen Dienstes Helga Schmid, sowie die Vorsitzenden der Auswärtigen Ausschüsse  der französischen Nationalversammlung Élisabeth Guigou und des Deutschen Bundestages Norbert Röttgen, teil. Weiter werden Regierungsvertreter aus arabischen Ländern, zahlreiche Parlamentarier aus europäischen Staaten und NGO-Vertreter beim Core Group Meeting vertreten sein.

 

Diskutiert werden u.a. die Umsetzung der Vereinbarung im Streit um das iranische Nuklearprogramm, die regionale Rolle Irans, die Sicherheitsarchitektur im Nahen und Mittleren Osten sowie die wirtschaftspolitischen und energiepolitischen Implikationen des Nuklearabkommens.

 

Zum Anlass des Meetings sagte der MSC-Vorsitzende Wolfgang Ischinger: "Das Wiener Abkommen hatte nur die Frage des iranischen Nuklearprogramms im Blick. Es löst nicht alle unsere Probleme, und es bleiben wichtige Umsetzungsschritte zu erfüllen. Aber angesichts der jüngsten Einigung im Atomstreit ist nun der Zeitpunkt gekommen, um zu eruieren, ob und inwieweit mit dem Iran auch in anderen Feldern eine engere Zusammenarbeit möglich sein wird. Wir müssen auch mit iranischen Entscheidungsträgern mögliche gemeinsame Ansätze bei der Bewältigung der vielfältigen regionalen Krisen, insbesondere in Syrien, besprechen."

 

Über die MSC

Seit ihrer Gründung vor über fünf Jahrzehnten hat sich die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zu einer der weltweit wichtigsten Plattformen für den außen- und sicherheitspolitischen Dialog entwickelt. Neben der jährlichen Hauptkonferenz veranstaltet die MSC regelmäßig hochkarätige Formate zu ausgewählten Themen und Regionen und veröffentlicht den Munich Security Report.

 

Über die MSC Core Group Meetings

Seit 2009 veranstaltet die MSC gemeinsam mit lokalen Partnern Core Group Meetings an wechselnden Orten weltweit. Die Treffen bieten einem exklusiven Teilnehmerkreis von etwa 60 Personen die Gelegenheit, über aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen im regionalen Kontext des Veranstaltungsortes zu diskutieren. Bisherige Core Group Meetings fanden in Washington, D.C. (2009 und 2013), Moskau (2010), Peking (2011), Doha (2013), Neu-Delhi (2014) und Wien (2015) statt. Weitere Treffen sind für Addis Abeba (April 2016) sowie für Peking und Washington geplant.

 

Kontakt: MSC-Pressesprecher Oliver Rolofs, T: +49-89-37979 4921; E-Mail: press@securityconference.de

14. Oktober 2015, von MSC

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