Neuigkeiten zur Münchner Sicherheitskonferenz 2017

Kanzlerin Merkel als Rednerin bestätigt – Bundespräsident Gauck erhält Ewald-von-Kleist-Preis – Munich Security Report wird am Montag veröffentlicht.

Bundeskanzlerin Merkel wird auch in diesem Jahr bei der Münchner Sicherheitskonferenz erwartet (Photo: MSC).

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Teilnahme an der 53. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) vom 17.-19. Februar bestätigt.  Merkel zählt damit zu einer außerordentlich großen Anzahl hochrangiger Entscheidungsträger, die in München über zentrale Herausforderungen im Bereich der internationalen Sicherheit diskutieren werden. Unter den diesjährigen Teilnehmern sind auch US-Vizepräsident Mike Pence, US-Verteidigungsminister James Mattis, UN-Generalsekretär Antonio Guterres, NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, mehr als 30 Staats- und Regierungschefs, über 80 Außen- und Verteidigungsminister und eine umfangreiche Delegation des amerikanischen Kongresses.

 

Mehr Informationen über bereits bestätigte Teilnehmer erhalten Sie hier.

 

Im Zentrum der diesjährigen Konferenzagenda stehen die Zukunft der transatlantischen Beziehungen und der NATO nach der Wahl von Donald Trump, die EU-Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Beziehungen zu Russland sowie der Krieg in Syrien, die Sicherheitslage in Ostasien und der Umgang mit "Information Warfare".

 

Die MSC freut sich bekannt zu geben, dass der scheidende Bundespräsident Joachim Gauck den diesjährigen Ewald-von-Kleist-Preis entgegennehmen wird. "Der Bundespräsident hat sich unermüdlich für ein offenes, international engagiertes Deutschland eingesetzt", sagte der MSC-Vorsitzende Botschafter Wolfgang Ischinger. "Er ist ein unentwegter Verfechter der Freiheit und der liberalen internationalen Ordnung. Angesichts des weltweiten Erstarkens illiberaler Kräfte sind seine mahnenden Worte und sein bleibendes Wirken heute wichtiger denn je." Der Preis wird beim traditionellen Gala-Dinner des bayerischen Ministerpräsidenten im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz am 18. Februar verliehen. Der finnische Präsident Sauli Niinistö wird die Laudatio halten.

 

Der Ewald-von-Kleist-Preis wird seit 2009 von Münchner Sicherheitskonferenz vergeben. Mit dem Preis sollen herausragende Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise für Frieden und Konfliktbewältigung eingesetzt haben. Vorherige Preisträger waren Henry Kissinger (2009), Javier Solana (2010), Joseph Lieberman (2012), Brent Scowcroft (2013), Helmut Schmidt und Valéry Giscard d'Estaing (2014), die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (2015) sowie Christiana Figueres und Laurent Fabius (2016). Die Auszeichnung hebt das politische Leben und Wirken Ewald von Kleists (1922 - 2013) hervor, der die Münchner Sicherheitskonferenz 1963, damals unter dem Namen "Internationale Wehrkunde-Begegnung", ins Leben rief und bis 1998 Vorsitzender der Konferenz war. Er war einer der Mitverschwörer des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944.

 

Am Montag, den 13. Februar, veröffentlicht die MSC die dritte Ausgabe des jährlich erscheinenden Munich Security Report über zentrale Herausforderungen in der internationalen Sicherheitspolitik (ab dem 13. Februar, 10 Uhr, hier zum Download verfügbar). Unter dem Titel "Post-Truth, Post-West, Post-Order?" bietet der Bericht mit vielfältigen Analysen, Daten, Statistiken, Infografiken und Karten einen Überblick über wesentliche Entwicklungen und Herausforderungen der internationalen Sicherheitspolitik. Der Bericht dient als Impuls für die 53. Sicherheitskonferenz und Hintergrundlektüre für die Konferenzteilnehmer, richtet sich aber als frei verfügbarer Beitrag zur außenpolitischen Debatte auch an die interessierte Öffentlichkeit. Der letztjährige Bericht wurde über 25.000 Mal heruntergeladen und breit in der deutschen und internationalen Presse rezipiert.

 

Über die Münchner Sicherheitskonferenz

 

Im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte hat sich die alljährlich im Februar stattfindende Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zu einem zentralen Treffen der internationalen "strategic community" entwickelt. Seit ihrer Gründung als "Internationale Wehrkunde-Begegnung" im Jahr 1963 ist die MSC ein unabhängiges Forum, das sich der Förderung friedlicher Konfliktlösung und internationaler Kooperation bei gegenwärtigen und zukünftigen sicherheitspolitischen Herausforderungen widmet. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die transatlantische Partnerschaft. Neben der jährlichen Hauptkonferenz veranstaltet die MSC regelmäßig hochkarätige Formate zu ausgewählten Themen und Regionen. 

 

Die Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz gGmbH dankt der Bundesregierung, der bayerischen Staatsregierung, der Landeshauptstadt München und ihren zahlreichen Partnern aus der Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft für die Förderung und Unterstützung. Ohne sie wäre die Ausrichtung einer so komplexen Veranstaltung nicht möglich. Eine Liste unserer Unterstützer steht hier zur Verfügung.

10. Februar 2017, von MSC

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