Defence & Security Policy Series

European Defence Roundtable in München (2019)

Teilnehmer beim European Defence Roundtable in München (Photo: MSC / Müller)

Am Rande der 55. Münchner Sicherheitskonferenz veranstaltete die MSC eine hochrangige Diskussion zur Zukunft der europäischen Verteidigungszusammenarbeit unter dem Titel "The Future of European Defence: Friends in Need – Friends Indeed?" Die Veranstaltung bildete den Auftakt einer dreiteiligen Diskussionsreihe in Kooperation mit dem britischen Royal United Services Institute und dem französischen Institut Montaigne. Die beiden verbleibenden Veranstaltungen finden im Frühjahr 2019 in Paris und London statt.


Der Roundtable brachte hochrangige nordamerikanische und europäische Entscheidungsträger aus Militär und Politik, führende sicherheitspolitische Experten sowie Vertreter des Verteidigungssektors zusammen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Sorge um mögliche Doppelungen zwischen EU- und NATO-geführten Initiativen zur Stärkung der gemeinsamen Verteidigungsfähigkeiten. Allerdings führten Teilnehmer in diesem Zusammenhang mehrere Beispiele dafür an, dass diese organisationsübergreifende Zusammenarbeit bisher gut funktioniert. Mit Bezug auf europäische Bemühungen, wurde die Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Rüstungsexportpolitik als kritische politische Streitfrage gesehen. Für viele Teilnehmer war der bevorstehende Brexit die Schlüsselherausforderung für die zukünftige europäische und transatlantische Verteidigungskooperation, weshalb weitere MSC-Gesprächsformate zu dieser Thematik von allen Teilnehmenden begrüßt wurden.


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Über die Defence & Security Policy Series

Seit der Jahrtausendwende ist das globale Sicherheitsumfeld im Umbruch. Die zunehmend multipolare Welt zeichnet sich durch einen Aufschwung staatlicher Machtpole – wie Russland und China – sowie durch eine alarmierende Zahl nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen und schwacher Staaten aus. Diese Entwicklungen haben zu intensiven Debatten über die aktuelle und künftige globale Sicherheitsarchitektur geführt.

In diesem Zusammenhang ist der traditionelle Fokus der Münchner Sicherheitskonferenz auf Fragen der europäischen Verteidigung und der transatlantischen Sicherheitszusammenarbeit so relevant wie nie. Die MSC setzt sich nicht nur für vertiefte und wirkungsvollere Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit in Europa ein, sondern fördert auch die internationale Debatte über ein breites Spektrum von verteidigungs- und sicherheitspolitischen Fragen, darunter nukleare und konventionelle Rüstungskontrolle, Terrorismusbekämpfung, transnationale organisierte Kriminalität, nachrichtendienstliche Zusammenarbeit, Planung und Beschaffung sowie strategische Voraussicht. Die Veranstaltungen im Rahmen der Defence & Security Policy Series richten sich an ausgewählte Entscheidungsträger auf den höchsten Ebenen von Regierungen, Militär, Wissenschaft, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft.


Summits, Roundtables und andere Aktivitäten

Im Rahmen der Defence & Security Policy Series organisiert die MSC zahlreiche Veranstaltungen unterschiedlicher Größe.

MSC Summits richten sich an bis zu 150 ranghohe Vertreter von Regierungen, Militärs, Forschung, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft, wobei die MSC-typische Atmosphäre des offenen Austauschs in einem ausgewählten Rahmen erhalten bleibt. Ziel dieser Summits ist es, Entscheidungsträger verschiedener Sektoren zusammenzubringen, um Strategien für sicherheits- und verteidigungspolitische Herausforderungen zu entwickeln.

MSC Roundtables sind vertrauliche Treffen von nicht mehr als 40 Teilnehmern, die das Jahr über am Rande hochkarätiger internationaler Veranstaltungen auf der ganzen Welt stattfinden. Die Diskussionsthemen sind auf die drängendsten Debatten und Herausforderungen in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik zugeschnitten und ziehen hochrangige Vertreter von Regierungen, Militärs, Forschung, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft an.

Während der jährlichen Hauptkonferenz in München stehen sicherheits- und verteidigungspolitische Themen regelmäßig im Mittelpunkt der Podiumsdiskussionen und einer wachsenden Zahl von Nebenveranstaltungen. Darüber hinaus behandelt die MSC in ihrem jährlichen Munich Security Report regelmäßig Fragen der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik und veröffentlichte zudem im November 2017 einen Sonderbericht über die europäische Verteidigungszusammenarbeit mit dem Titel "More European, More Connected and More Capable: Building the European Armed Forces of the Future".


Vergangene Veranstaltungen


NATO Engages: The Brussels Summit Dialogue (Juli 2018)

Während sich nebenan Staatsoberhäupter berieten, veranstaltete die Münchner Sicherheitskonferenz in Kooperation mit der NATO, dem Atlantic Council, dem German Marshall Fund of the United States (GMF) und Women in International Security (WIIS) vom 11. Bis 12 Juli in Brüssel ein offizielles Outreach-Event zum NATO-Gipfel. Unter dem Titel "NATO Engages: The Brussels Summit Dialogue" versammelte sie aktuelle und zukünftige Führungspersönlichkeiten vor dem spektakulären Hintergrund des neuen NATO-Hauptsitzes, um die dringlichsten Herausforderungen der Allianz zu diskutieren. Neben den offiziellen Themen des NATO-Gipfels schloss dies auch eine Vielzahl weiterer transatlantischer und globaler Sicherheitsthemen ein.

Mit Petro Poroshenko, dem Präsidenten der Ukraine, Mohammad Aschraf Ghani, dem Präsidenten Afghanistans, Beatrice Fihn, Exekutivdirektorin von ICAN, Rose Gottemoeller, stellvertretende Generalsekretärin der NATO, und anderen begrüßte NATO Engages viele sicherheitspolitische Führungspersönlichkeiten. Ein Ziel von NATO Engages war aber auch, mit interaktiven Formaten die breitere Öffentlichkeit und Stakeholder jenseits der traditionellen Sicherheits- und Verteidigungspolitik in die Diskussion einzubinden: Die Teilnehmerschaft umfasste 491 Teilnehmer aus 57 Ländern; von ihnen waren 30 Prozent 35 Jahre oder jünger und 40 Prozent Frauen.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Diskussionen der zweitätigen Veranstaltung können Sie in unserem Bericht nachlesen. Für das vollständige Programm und weitere Informationen zum Konsortium hinter NATO Engages besuchen Sie nato-engages.org. Sie können Videos aller Diskussionen bei NATO Engages hier nochmals ansehen. Ausgewählte Fotos von der Veranstaltung haben wir in unserer Mediathek für Sie zusammengestellt.

Wenn Sie mehr von uns über das Thema transatlantische Sicherheit und europäische Verteidigungskooperation wissen möchten, lesen Sie die Zusammenfassung unseres Roundtable on European Defence, der ebenfalls in Brüssel am Vortag des NATO-Gipfels stattfand.


Roundtable on Transatlantic Security München (2018)

Am Rande der Hauptkonferenz im Jahr 2018 veranstaltete die MSC ihren ersten "Roundtable on Transatlantic Security" unter dem Titel "Stronger Together: The Enduring Value of the Rules-Based International Order" in Kooperation mit der NATO. Der Roundtable brachte hochrangige nordamerikanische und europäische Entscheidungsträger aus Militär und Politik, führende sicherheitspolitische Experten sowie Vertreter der Verteidigungsindustrie zusammen.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die sich wandelnden Bedrohungsszenarien für Europa und die damit verbundenen politischen Implikationen für die transatlantische Verteidigungszusammenarbeit. Insbesondere stellten die Teilnehmer fest, dass der enorme technologische Wandel drängende Herausforderungen mit sich bringt, die ein neues Denken in der Verteidigungsplanung erfordern. Die Teilnehmer waren sich darin einig, dass Entscheidungen darüber, welche Arten von Verteidigungskapazitäten erforderlich sind, bald getroffen werden müssen. In diesem Zusammenhang wurden ein umfassenderer Informationsaustausch und die gemeinsame Beschaffung interoperabler Verteidigungssysteme als mögliche politische Prioritäten festgelegt, um das Bündnis auf künftige Herausforderungen vorzubereiten.


European Defence Roundtable Berlin (2017)

Als Beitrag zur Debatte um größere europäische Verteidigungskooperation veröffentlichte die MSC im Rahmen des European Defence Roundtable in Berlin – zusammen mit McKinsey & Company und dem Centre for International Security Policy an der Hertie School of Governance – einen neuen Bericht mit dem Titel "More European, More Connected and More Capable: Building the European Armed Forces of the Future". Eine öffentliche Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Experten diente der Präsentation der zentralen Ergebnisse des Berichts.

Eine Vorberichterstattung zum Bericht lieferten Der Spiegel und Politico. Eine englische Version des FAZ-Meinungsbeitrags über den Bericht vom MSC-Vorsitzenden Wolfgang Ischinger und Frank Mattern, früherem McKinsey-Direktor, ist als unser Monthly Mind des Monats November 2017 zu lesen.

Nach der öffentlichen Präsentation trafen rund 50 Vertreter von Regierungen, Streitkräften, Forschungszentren und dem Verteidigungssektor zum European Defence Roundtable zusammen, um "off-the-record" zu diskutieren. Zu den Teilnehmern zählten Horst-Heinrich Brauss (Beigeordneter Generalsekretär der NATO für Verteidigungspolitik und -Planung), Norbert Röttgen (Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im deutschen Bundestag), Sir Christopher Harper (früherer Generaldirektor des internationalen Militärstabs der NATO), Nathalie Tocci (Direktorin des Istituto Affari Internazionali in Rom) und Tomasz Szatkowski (Staatssekretär des polnischen Verteidigungsministeriums).


European Defence Roundtable Malta (2017)

Am 25. April 2017 veranstaltete die MSC gemeinsam mit Women Political Leaders Global Forum (WPL) einen European Defence Roundtable in Malta. Am Vortag des informellen Treffens der EU-Verteidigungsminister kamen rund 20 weibliche Entscheidungsträger aus europäischen Regierungen, Parlamenten und der Zivilgesellschaft zu einem offenen Austausch über gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen im Bereich der europäischen Verteidigung zusammen.

Die Veranstaltung fandt unter der Schirmherrschaft von Marie-Louise Coleiro Preca, Präsidentin von Malta und des Rats der Europäischen Union, statt.

Hier geht es zu einem ausführlichen Veranstaltungsbericht.


European Defence Roundtable in Warschau (2016)

Im Rahmen des European Defence Roundtable kam am Vorabend des NATO-Gipfels ein kleiner Kreis hochrangiger Entscheidungsträger zusammen, um in vertraulicher Atmosphäre die wichtigsten Themen des Gipfels zu debattieren. 

Zu den Teilnehmern aus Politik, Militär und Wirtschaft zählten u.a. mehrere Außen- und Verteidigungsminister aus Nord- und Osteuropa, CEOs und hochrangige Vertreter der NATO. 

Einen ausführlichen Bericht der Veranstaltung, die die MSC mit Unterstützung des Leonardo-Konzerns organisierte, gibt es hier. Lesen Sie auch einen Meinungsbeitrag von Wolfgang Ischinger zum NATO-Gipfel, der auf Spiegel Online erschien ("Das Russland-Paradox").