Abigail Post und Ulrike Franke erhalten John-McCain-Dissertationspreis

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2019 wurde erstmals der John-McCain-Dissertationspreis verliehen. In Würdigung der bedeutenden Beiträge des verstorbenen Senator John McCain zur Stärkung der transatlantischen Beziehungen wurde der Preis kürzlich ins Leben gerufen, um herausragende wissenschaftliche Leistungen in den Bereichen Politikwissenschaft und internationale Beziehungen auszuzeichnen.

Preisverleihung des John-McCain-Dissertationspreis am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz 2019 (Photo: MSC / Mueller).

**Das Video der gesamten Preisverleihung können Sie hier in unserer Mediathek ansehen.**


Senator John McCain war mehr als vier Jahrzehnte lang Weggefährte, Partner und Freund der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Nachdem John McCain erstmalig als junger Marineoffizier an der Konferenz teilgenommen hatte, leitete er schließlich über 20 Jahre in seiner Rolle als Senator die MSC-Delegation des US-Kongresses. Als solcher spielte er eine Schlüsselrolle bei der Etablierung der Konferenz als wichtiges Gesprächsforum für die transatlantische Gemeinschaft. "Dies ist das erste Jahr ohne John McCain unter uns, der ein zentraler Teil dieser Institution gewesen ist – er selbst war eine Institution," sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder während der Preisverleihung.

Die Münchner Sicherheitskonferenz hat John McCain viel zu verdanken. Durch den Preis soll der herausragende Beitrag nachhaltig gewürdigt werden, den Senator McCain zur Förderung der transatlantischen Beziehungen und des globalen Sicherheitsdialogs geleistet hat. Anlässlich der Preisverleihung verdeutlichte der MSC-Vorsitzende Wolfgang Ischinger: "Durch den Preis werden Forschungsarbeiten ausgezeichnet, die den Dialog und die Auseinandersetzung mit den transatlantischen Beziehungen vorantreiben."

Mit dem John-McCain-Dissertationspreis zeichnet die MSC herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus und erinnert somit dem bedeutenden Lebenswerk McCains. Der in diesem Jahr erstmals verliehene John-McCain-Dissertationspreis wurde an zwei Preisträgerinnen vergeben. Die erste Preisträgerin ist Frau Abigail Post, Assistenzprofessorin für internationale Beziehungen und nationale Sicherheit an der Anderson University in Indiana. Ihre Dissertation mit dem Titel "It's the Principle at Stake: Rhetoric and Compromise in International Bargaining" untersucht die Bedeutung des moralischen Diskurses für den Zusammenhalt von Allianzen und internationalen Beziehungen. Die zweite Preisträgerin ist Frau Ulrike Franke, Policy Fellow beim European Council on Foreign Relations. Ihre Dissertation trägt den Titel "The Unmanned Revolution – How Drones are Revolutionising Warfare" und bewertet und vergleicht den Einsatz von Drohnen in den USA, Großbritannien und Deutschland.

Die Preisverleihung fand am Abend des ersten Konferenztages im Senatssaal des Bayerischen Landtages statt. Unter den namhaften Gästen befanden sich unter anderem US-Vizepräsident Mike Pence, Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Senator McCains verwitwete Ehefrau Cindy McCain. Die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner gratulierte den beiden Preisträgerinnen persönlich und erinnerte daran, dass der Preis "mit Rücksicht auf unsere gemeinsame Verantwortung für Stabilität und Frieden auf der Welt" verliehen wird.



Über den John-McCain-Dissertationspreis
Der John-McCain-Dissertationspreis wird jährlich an bis zu zwei Doktorarbeiten für herausragende wissenschaftliche Beiträge auf dem Gebiet der Politikwissenschaft vergeben, wobei der Schwerpunkt auf den transatlantischen Beziehungen liegt. Der Preis besteht aus mehreren Komponenten, darunter die Teilnahme an Veranstaltungen und Aktivitäten der Münchner Sicherheitskonferenz, attraktiven Publikationsmöglichkeiten und einem Preisgeld von bis zu 20.000 Euro.

16. Februar 2019, von MSC

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