"European Defence Roundtable" der Münchner Sicherheitskonferenz in Berlin

Was sind angesichts der aktuellen Sicherheitslage zukünftige Prioritäten für europäische Sicherheitspolitik? Welche Fähigkeiten sind dafür besonders wichtig, und wie können diese am besten gestärkt werden?

In welchen Rahmen sind in der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik weitere Integrationsschritte besonders dringlich - und unter derzeitigen Bedingungen umsetzbar? Wie kann die Beschaffung in Europa effizienter gestaltet werden? Wie kann trotz sinkender Forschungsbudgets ein ausreichender Level an Innovation aufrechterhalten werden?

Diese und weitere zentrale Fragen diskutierten Parlamentarier, Vertreter der Bundesregierung, Industrierepräsentanten, Militärs und andere Fachleute während eines "European Defence Roundtable" der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) gestern in Berlin. Die Diskussionsrunden konzentrierten sich auf die Themen "Europäische Rüstungspolitik und die Verteidigungsindustrie" sowie "Evolution der Anforderungen an das Militär".


Die Veranstaltung unter "Chatham House Rule" fand im Rahmen des MSC-Themenschwerpunkts "European Defence" statt. Seit 2013 begleitet die MSC den Prozess hin zu einer verstärkten europäischen Verteidigungskooperation mit hochrangigen unabhängigen Foren. Am 15. und 16. September 2015 wird die Veranstaltungsreihe mit einem "European Defense Summit" in Brüssel fortgesetzt.

 

Einige zentrale Zitate und Argumente vom Roundtable:

  • "Die schwierigste Frage ist, wenn wir Prioritäten setzen: Was hat keine Priorität?
  • "Man kann nur dann erfolgreich europäisieren, wenn man selbst weiß, was man national will und braucht - und was nicht"
  • "Wir haben zu viele Einzelfallentscheidungen, zu wenig Planungssicherheit für Unternehmen"
  • "Industriepolitisch erleben wir derzeit eher eine Renationalisierung als eine Europäisierung"
  • "Exportentscheidungen sollten kollektiv verantwortet werden"
  • "Entscheidend ist eine Harmonisierung der Anforderungen in Europa"
  • "Im Moment frisst der Betrieb die Bundeswehr auf"

 

 

31. März 2015, von MSC

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