Ischinger begrüßt Wiedereinberufung des NATO-Russland-Rats

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Botschafter Wolfgang Ischinger, zugleich Vorsitzender des "Panel of Eminent Persons" der OSZE, hat die heute getroffene Entscheidung, die Funkstille zwischen Nato und Russland zu beenden und den Nato-Russland-Rat wieder einzuberufen, nachdrücklich begrüßt.

Der MSC-Vorsitzende Wolfgang Ischinger (Photo: MSC/Kuhlmann).

"Die Gefahr beabsichtigter oder unbeabsichtigter militärischer ‎Eskalationsschritte zwischen West und Ost war in den letzten 25 Jahren noch nie so groß wie heute. Deshalb brauchen wir dringend mehr, nicht weniger Ost-West-Dialog. Wir brauchen militärische und politische Vertrauensbildung. Wir brauchen nicht neue Aufrüstungsschritte, sondern mehr Abrüstung: verbal, politisch und militärisch", sagte Ischinger.

Er fügte hinzu: "Die Wiedereinberufung des Nato-Russland-Rats ‎eröffnet endlich eine Rückkehr zu Diplomatie statt zu weiteren Drohungen, zu neuen Perspektiven für die euro-atlantische Sicherheitsarchitektur statt zu mehr Propaganda, zur Lösung eingefrorener Konflikte statt zu erneuten Eskalationsschritte, wie leider erst vor wenigen Tagen in Nagorny-Karabach geschehen. Ich freue mich, dass die NATO und Russland damit gemeinsam den Empfehlungen folgen, die das Panel of Eminent Persons im Dezember 2015 unter dem Titel "Back to Diplomacy" vorgelegt hat."

08. April 2016, von MSC

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