Nukleare Gefahren in Europa reduzieren – Neuer Bericht der Nuclear Threat Initiative

Die Streitkräfte Russlands, der USA und Europas operieren im Baltikum und in Osteuropa, in und über dem Atlantik sowie im Nahen und Mittleren Osten in immer größerer Nähe zueinander – und das Risiko von militärischen Zwischenfällen und Fehlkalkulationen ist inakzeptabel hoch.

"Rising Nuclear Dangers: Steps to Reduce Risks in the Euro-Atlantic Region" – Cover des Berichts der Nuclear Threat Initiative.

Wenn Entscheidungsträger in Russland und im Westen nicht bald Schritte unternehmen, um Transparenz und Berechenbarkeit zu erhöhen, sind militärische Unfälle wahrscheinlich. Solche Unfälle konnten in den vergangenen zwei Jahren nur mit viel Glück vermieden werden. Sie könnten schnell zu Eskalationen und zu einer akuten Krise zwischen dem Westen und Russland führen, die nukleare Drohungen und Gefahren mit sich bringen könnte.

 

Auf der Grundlage von Gesprächen mit zahlreichen Sicherheits- und Militärexperten hat die Nuclear Threat Initiative, eine NGO aus Washington, neun klare Handlungsempfehlungen an die Politik formuliert, wie das Risiko einer solchen Konfrontation reduziert werden kann. Dazu gehören:

 

- eine von allen Parteien zu akzeptierende Verpflichtung, Militärmaschinen nur mit eingeschalteten Transpondern fliegen zu lassen,

 

- der Abschluss eines Protokolls, das Sicherheitsabstände zwischen Marineschiffen und Flugzeugen beider Seiten festlegt,

 

- eine Stärkung des Dialogs zwischen russischen und NATO-Militärs, der in den vergangenen Jahren stark vernachlässigt wurde,

 

- der Abschluss eines Memorandums, in dem sich die Parteien verpflichten, keine nuklearen Elemente in Militärübungen zu inkorporieren.

 

Das gesamte Papier mit allen Empfehlungen finden Sie im PDF-Format hier.

 

 

16. Dezember 2016, von NTI

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