Botschafter Wolfgang Ischinger weist falsche Berichterstattung in russischen Medien zu Militäreinsatz in der Ostukraine zurück

Zu den aktuell von russischen Medien verbreiteten Meldungen, in denen Aussagen von Botschafter Wolfgang Ischinger falsch wiedergegeben werden, erklärt Botschafter Ischinger, der vor den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine "Runde Tische" zur Förderung des nationalen Dialogs im Auftrag der OSZE unterstützt hatte:

 

"Meldungen, ich hätte Aufrufe zur Verstärkung des Militäreinsatzes in der Ostukraine abgegeben, entbehren jeder Grundlage. Das Gegenteil ist der Fall: Ich habe mich im Rahmen meines bis zur Abhaltung der ukrainischen Präsidentschaftswahlen zeitlich begrenzten OSZE-Mandats zur Co-Moderation der "Runden Tische" in der Ukraine massiv und andauernd für eine möglichst vollständige Waffenruhe eingesetzt, um der Bevölkerung in der Ostukraine die Teilnahme an den Wahlen umfassend und ungehindert zu ermöglichen. Gleichzeitig habe ich angesichts fortdauernder militärischer Aktivitäten der Separatisten, einschließlich der Besetzung des Flughafens Donezk an dem Wahlwochenende die Sorge geäußert, dass Kampfhandlungen nach dem Wahlsonntag wieder eskalieren würden. Genauso ist es leider gekommen."

 

Botschafter Wolfgang Ischinger ist Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz. Er hat vom 13. Mai 2014 bis zu den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine am 25. Mai 2014 im Auftrag der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) den Co-Vorsitz zur Moderation "Runder Tische" in der Ukraine übernommen, um auf ein Ende der Gewalt im Land einzuwirken und einen nationalen Dialog zu fördern.

01. Juni 2014, von MSC

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