Europäischer Appell zum Washingtoner Atomgipfel

Mit einem Appell zu größerem Verantwortungsbewusstsein in Fragen der internationalen nuklearen Sicherheit richten sich 40 ehemalige Staatsfrauen- und Staatsmänner aus Europa  gemeinsam mit Botschafter Wolfgang Ischinger an die Teilnehmer des derzeitigen Atomgipfels in Washington.

In dem vom  britischen Royal United Services Institute (RUSI)veröffentlichten Appell wird unter anderem gefordert, den Atomwaffensperrvertrag (NPT) im Hinblick auf die UN-Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag (NPT) im Mai zu überholen und in seiner Zielsetzung zu stärken. Auch besteht die Forderung, umgehend das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (Comprehensive Nuclear Test Ban Treaty - CTBT) durch die USA, Ägypten, China, Indien, Indonesien, den Iran, Israel, Nordkorea und Pakistan ratifizieren zu lassen, damit es schnellstmöglich in Kraft treten kann. Die 40 ehemaligen Politiker treten zudem für die zügige Einrichtung einer nuklearwaffenfreien Zone im Nahen Osten ein, wie auch die dringende Notwendigkeit besteht, die Verhandlungen um den Fissile Material Cutoff Treaty (FMCT) voranzubringen. Dieser soll die Produktion von spaltbarem Material für Atomwaffen beenden.

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Botschafter Wolfgang Ischinger erklärt zu den Verhandlungen auf dem Washingtoner Atomgipfel:

„Europa kann und muss in den Fragen nuklearer Sicherheit eine vitale Rolle spielen. Wir müssen dafür die notwendige Kooperation aufbauen, um so der globalen nuklearen Herausforderung zu begegnen. Hiervon hängt unsere Zukunft ab.“

Der Appell in englischer Sprache kann hier beim RUSI abgerufen werden. 

13. April 2010,

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