Ischinger vor US-Kongress - Anhörung zu euro-atlantischer Sicherheitsarchitektur im 21. Jahrhundert

Auf Einladung des Vorsitzenden des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im US-Repräsentantenhaus, Howard L. Berman, nimmt Botschafter Wolfgang Ischinger am 17. März 2010 in seiner Eigenschaft als Chef der Münchner Sicherheitskonferenz und Co-Vorsitzender der Euro Atlantic Security Initiative (EASI) an einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus zum Thema „Transatlantische Sicherheit im 21. Jahrhundert“ teil.

Vor den Mitgliedern des US-Außenausschusses wird Wolfgang Ischinger zur Zukunft der euro-atlantischen Sicherheitsarchitektur im 21. Jahrhundert sprechen. Hierbei wird er für eine stärkere Einbindung Russlands in die euro-atlantischen Strukturen und für einen vertrauensvollen Umgang mit Moskau eintreten. Dieser könne laut Ischinger unter anderem auch das Angebot zu Verhandlungen über einen Abzug, beziehungsweise Reduzierungen von taktischen Nuklearwaffen in Europa umfassen. Zudem will Ischinger in Washington für eine gemeinsame Entwicklung eines Raketenabwehrsystems werben.

Die Anhörung von Wolfgang Ischinger vor dem Außenausschuss im US-Repräsentantenhaus wird am 17. März 2010 in den USA ab 9.30 Uhr (EST), in Deutschland aufgrund der Zeitverschiebung ab 15.30 Uhr (MEZ) beginnen und kann hier per Livestream verfolgt werden. Der Sprechtext für die Anhörung kann hier abgerufen werden.

Vor der Anhörung im US-Repräsentantenhaus erklärt Wolfgang Ischinger:„Russlands Initiative für einen gemeinsamen europäischen Sicherheitsraum demonstriert, dass Russland sich als Teil Europas sieht und zu Europa gehören will. Sicherheit im 21. Jahrhundert wird nur mit Russland und nicht gegen Russland möglich sein. Europa, Russland und die USA werden von den gleichen sicherheitspolitischen Bedrohungen konfrontiert. Ihnen wirksam zu begegnen, erfordert eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den drei Machtzentren. Aus diesem Grund sollte Moskau stärker in die euro-atlantischen Strukturen eingebunden werden. Der Westen sollte die Tür Russland gegenüber geöffnet halten, auch in der Frage des Verhältnisses zwischen Nato und Russland.“

16. März 2010,

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