MSC veröffentlicht Munich Security Report 2016

Im Vorfeld der vom 12. bis 14. Februar 2016 stattfindenden 52. Münchner Sicherheitskonferenz gibt die MSC unter dem Titel "Boundless Crises, Reckless Spoilers, Helpless Guardians" zum zweiten Mal den Munich Security Report, einen Bericht zu aktuellen sicherheitspolitischen Themen, heraus.

Wolfgang Ischinger präsentiert den Munich Security Report 2016 (Photo: MSC / Simon).

Unter dem Titel "Boundless Crises, Reckless Spoilers, Helpless Guardians" fasst der MSR mithilfe von Daten, Statistiken und Kartenmaterial wesentliche Entwicklungen und entscheidende Herausforderungen der internationalen Sicherheitspolitik zusammen. Der Bericht dient als Impulsgeber für die 52. Sicherheitskonferenz und Hintergrundlektüre für die Konferenzteilnehmer, richtet sich aber als frei verfügbarer Beitrag zur außenpolitischen Debatte auch an die interessierte Öffentlichkeit. Der Report, dessen Vorjahresausgabe über 25.000 Mal heruntergeladen wurde, steht hier zum Download zur Verfügung.

 

Zu den Schwerpunktthemen der diesjährigen Ausgabe des Reports gehören die Krise der europäischen Sicherheitsordnung, der Krieg in Syrien und  die weltweiten Aktivitäten dschihadistischer Terrorgruppen. Zudem wirft der Report einen Blick auf die Flüchtlingskrise und die sicherheitspolitischen Implikationen der globalen Klima- und Gesundheitspolitik.

 

Zu den renommierten Kooperationspartnern, mit denen die MSC bei der Zusammenstellung des Reports zusammengearbeitet hat, gehören u.a. Chatham House, das International Institute for Strategic Studies, IHS Jane's, UNHCR und das Mercator Institute for China Studies.

 

Einige ausgewählte Höhepunkte:

 

  • Neue Erhebungen aus "The Military Balance 2016" des International Institute for Strategic Studies belegen, dass diejenigen europäischen NATO-Staaten, die das 2%-Ziel verfehlen, im Durchschnitt nur 1,1% ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben. Diese NATO-Mitglieder müssten zusammengenommen 97 Milliarden US-Dollar zusätzlich in ihre Verteidigung investieren, um das Ziel zu erfüllen.
  • Daten von IHS Jane's zum russischen Haushalt zeigen auf, wie sehr sich die Prioritäten bei den russischen Staatsausgaben zugunsten von Verteidigungsausgaben verschoben haben.
  • Grafiken des Mercator Institute für China Studies (MERICS) dokumentieren die Ambitionen der chinesischen Initiative einer "neuen Seidenstraße" sowie Chinas Aufbau von internationalen Parallelinstitutionen.
  • Karten und Analysen zur Sicherheitslage in Osteuropa beleuchten die wichtigsten militärischen Übungen und Zwischenfälle seit Beginn der Ukrainekrise.
  • Daten des Armed Conflict Location & Event Data Project (ACLED) belegen einen massiven Anstieg dschihadistischer Anschläge in Afrika seit 2013. Ein Großteil der Opfer ist auf die Terrorgruppe Boko Haram zurückzuführen, die sich Anfang 2015 dem "Islamic State" angeschlossen hat und im Verlauf des vergangenen Jahres mehr Opfer als der IS selbst zu verantworten hatte.
  • Exklusive Erhebungen von Airwars.org liefern eine detaillierte Aufstellung der Anzahl der Luftschläge der einzelnen Mitglieder der US-geführten Koalition gegen den Islamischen Staat, während eine Auswertung des Institute for the Study of War die Ziele der russischen Luftschläge in Syrien dokumentiert.
  • Analysen von Chatham House in Kooperation mit der Bill und Melinda Gates-Stiftung und Merck beleuchten die globale Ausbreitung von Pandemien und deren zu erwartenden Auswirkungen auf weltweite Gesundheit und Stabilität.

 

 

27. Januar 2016, von MSC

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