Münchner Sicherheitskonferenz tagt erstmals in Washington, D.C.

Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) startet in diesem Herbst eine neue Initiative: am 5. und 6. November 2009 wird erstmals ein MSC Core Group Meeting in Washington, D.C., stattfinden. In ihrer über 40jährigen Geschichte tritt die Münchner Sicherheitskonferenz neben der jährlichen Hauptkonferenz im Februar zum ersten Mal mit einem neuen Veranstaltungsformat in den Vereinigten Staaten auf.

Im Rahmen des ersten MSC Core Group Meeting werden unter der Leitung von Senator Chuck Hagel, Vorsitzender des US-amerikanischen Atlantic Council, und dem Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Botschafter Wolfgang Ischinger, knapp sechzig hochrangige außen- und sicherheitspolitische Entscheidungsträger aus Europa und den Vereinigten Staaten in Washington D.C. Kernfragen der internationalen Sicherheitspolitik erörtern. Das erste MSC-Core Group Meeting steht dabei unter dem Leitthema “Forging a Transatlantic Strategy for Global Challenges”.

Das neue Veranstaltungsformat der Münchner Sicherheitskonferenz, das in diesem Jahr in Kooperation mit dem US-amerikanischen Atlantic Council durchgeführt wird, dient dazu, die Arbeit der Münchner Sicherheitskonferenz zu verstetigen und einem exklusiven Teilnehmerkreis die Möglichkeit zu geben, im kleinen Rahmen über zentrale Themen der internationalen Sicherheitspolitik zu diskutieren und nachhaltige Lösungsansätze zu entwerfen. Mit dem ersten Core Group Meeting schlägt  Veranstalter Botschafter Wolfgang Ischinger neue Wege in der transatlantischen Außen- und Sicherheitspolitik ein.

Am ersten Core Group Meeting nehmen von amerikanischer Seite unter anderem US-Vize-Außenminister James Steinberg, US-Sicherheitsberater James Jones, Senator John McCain sowie die ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger und Madeleine Albright, die zugleich Vorsitzende der Expertengruppe zur neuen NATO-Strategie ist, teil. Neben wichtigen Vertretern der deutschen Wirtschaft werden aus Europa unter anderem Deutschlands neuer Außenminister Guido Westerwelle, der EU-Außenbeauftragte Javier Solana, der ehemalige polnische Außenminister und Mitglied der NATO-Expertengruppe, Adam Rotfeld, sowie mehrere Mitglieder des Deutschen Bundestages in Washington unter den Teilnehmern vertreten sein.

Der hochrangige Kreis aus Außen- und Sicherheitspolitikern sowie Wirtschaftsvertretern wird sich vor allem Fragen der Abrüstung- und Rüstungskontrolle, der transatlantischen Zusammenarbeit mit Russland, Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise auf die Sicherheitspolitik, Fragen der Energiesicherheit, transatlantischer Klimapolitik vor dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen sowie der Zukunft der transatlantischen Zusammenarbeit im Rahmen der NATO und ihres Einsatzes in Afghanistan widmen. Ischingers erklärtes Ziel ist es, dass das MSC Core Group Meeting nachhaltige Impulse setzen soll, die in die Weiterentwicklung der Münchner Sicherheitskonferenz einfließen.

Zum ersten MSC-Core-Group-Meeting erklärt der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Botschafter Wolfgang Ischinger:

„Die  Zielrichtung der Konferenz hat sich zunehmend von einer amerikanisch-deutschen Verteidigungs-Zweckgemeinschaft hin zu einem Forum zur Definition deutscher, europäischer und transatlantischer sicherheitspolitischer Prioritäten gewandelt.

Die in diesem Jahr vorgenommene außen- und sicherheitspolitische Neuausrichtung von Präsident Barack Obama steht auch für den Neuanfang in den Beziehungen zwischen den USA und Europa. Die Komplexitäten und wachsenden Probleme unseres globalen Umfelds erfordert auf beiden Seiten des Atlantiks eine dringende Antwort und neue Lösungsstrategien. Ein transatlantischer Sicherheitsdialog ist daher wichtiger denn je, um globale Probleme zu lösen.

Dass das erste MSC-Core-Group-Meeting in Washington kurz vor dem 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer stattfindet, soll auch Symbol dafür sein, dass enge Partnerschaften und gemeinsames Handeln großes Bewirken können. Ich freue mich daher auf einen gemeinsamen intensiven und fruchtbaren Dialog mit unseren transatlantischen Partnern und Freunden in Washington.“

 

03. November 2009,

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