Neue Machtzentren im Fokus: Münchner Sicherheitskonferenz tagt erstmals in Peking

Vom 20. bis 21. November 2011 wird die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) mit ihrer neuen Veranstaltungsreihe „Munich Security Conference Core Group“ erstmals in Peking tagen und sich unter anderem mit der wachsenden weltpolitischen Rolle Chinas, Indiens und anderer asiatischer Staaten befassen.

Die in Asien entstehenden neuen macht- und wachstumspolitischen Zentren führen zu erheblichen weltpolitischen Machtverschiebungen. Ohne ein enges und partnerschaftliches Zusammenwirken zwischen Asien und der euro-atlantischen Gemeinschaft werden die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht zu bewältigen sein. Das ist Grund genug für die Münchner Sicherheitskonferenz, die Veranstaltungsreihe „Munich Security Conference Core Group“ nach Washington D.C. (2009) und Moskau (2010) nun 2011 in Peking fortzusetzen. Das chinesische Interesse an der Münchner Sicherheitskonferenz ist in den letzten Jahren gewachsen, wie der Auftritt des chinesischen Außenministers Yang Jiechi in München im Februar 2010 gezeigt hat.

In Kooperation mit der Körber Stiftung und dem Chinese People's Institute of Foreign Affairs (CPIFA) werden in Peking unter Leitung von Botschafter Wolfgang Ischinger etwa 30 westliche außen- und sicherheitspolitische Entscheidungsträger und Wirtschaftsführer Fragen globaler und regionaler Sicherheit mit hochrangigen chinesischen Experten und Regierungsvertretern diskutieren. Unter den diesjährigen Tagungsteilnehmern befinden sich unter anderem der ehemalige NATO-Generalsekretär und EU-Außenbeauftragte Javier Solana, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, Ruprecht Polenz, Staatssekretärin im Auswärtigen Amt Emily Haber, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Christian Schmidt, der stellv. russische Außenminister Andrej Denissow, der Financier George Soros, Sir David Wright, Vizevorsitzender des Aufsichtsrates von Barclay’s Capital und Jay Ralph, CEO von Allianz Asset Management.

Zum Munich Security Conference Core Group Meeting in Peking erklärt Botschafter Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz:

„Durch seine wachsende wirtschaftliche und militärische Macht hat China eine weltpolitische Bedeutung erlangt, der wir in unseren strategischen Überlegungen zunehmend Rechnung tragen müssen. Die Münchner Sicherheitskonferenz will das Gespräch zwischen dem Westen und China über aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen, angefangen vom Cyberwar über die Finanzkrise bis hin zur Ressourcensicherheit und der Lage im Nahen Osten vertiefen. Die Tagung in Peking soll deutlich machen, dass wir das Verhältnis nicht in Rivalität, sondern in Kooperation mit China gestalten wollen, um gemeinsame Antworten auf die sicherheitspolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu finden.“

Über das Munich Security Conference Core Group Meeting:

Das seit 2009 neben der alljährlichen großen Hauptkonferenz in München stattfindende neue und kleinere Veranstaltungsformat der Münchner Sicherheitskonferenz dient dazu, einem exklusiven und hochrangigen Teilnehmerkreis in wechselnden Hauptstädten die Möglichkeit zu geben, im vertraulichen Rahmen aktuelle Themen der internationalen Sicherheitspolitik zu erörtern und nachhaltige Lösungsansätze zu entwerfen.

München, 9.11.2011

09. November 2011, von MSC

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