Präsident Medwedew empfängt Münchner Sicherheitskonferenz in Moskau

Anlässlich eines gestrigen eineinhalbstündigen Treffens hochrangiger Teilnehmer der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) mit Russlands Präsident Dmitri Medwedew in seiner Privatresidenz in Gorki  erklärt der Vorsitzende der MSC, Botschafter Wolfgang Ischinger:

„Präsident Medwedew hat die Initiative der Münchner Sicherheitskonferenz, ihr hochrangiges Core Group Meeting in diesem Jahr in Moskau abzuhalten, außerordentlich begrüßt und dabei die Bedeutung der Konferenz bei der Fortentwicklung der europäischen Sicherheitsarchitektur und des Verhältnisses zwischen Russland und der NATO hervorgehoben.

Wir hatten einen sehr guten und vertieften Gedankenaustausch zu den sicherheitspolitischen Zukunftsfragen. Man war sich einig über die Bedeutung des Neuanfangs zwischen dem Westen und Russland. Medwedew stimmte mir gegenüber ausdrücklich zu, dass nach dem Neustart nun  neue Programme, Inhalte und konkrete Projekte nötig sind, um die Beziehungen mit Leben und Vertrauen zu füllen. Der Präsident zeigte sich interessiert an dem Projekt einer gemeinsamen Raketenabwehr zwischen der Nato und Russland und bekräftigte seine Entscheidung, die Einladung zum Nato-Russland-Gipfel im November anzunehmen.

Auch äußerte sich Präsident Medwedew sehr zufrieden über den Verlauf und die Ergebnisse des trilateralen Gipfeltreffens zwischen Deutschland, Frankreich und Russland in Deauville.

Präsident Medwedew wurde herzlich eingeladen, an der 47. Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2011 teilzunehmen und dort eine Grundsatzrede zu halten.“

An der Diskussionsrunde im kleinen Kreis mit dem russischen Präsidenten nahmen auf russischer Seite u.a. Außenminister Sergej Lavrov und der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin, sowie von Seiten der MSC u.a der frühere US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski, der frühere polnische Außenminister Professor Adam Rotfeld, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Christian Schmidt,  und der MSC-Beiratsvorsitzende Professor Dr. Wolfgang Reitzle, Vorstandsvorsitzender der Linde-Gruppe, teil.

Zuvor hatten etwa 50 hochrangige Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft auf Einladung der MSC im Rahmen ihres Core Group Meetings strategische Fragen des West-Ost-Verhältnisses in Moskau diskutiert.

Über das Munich Security Conference Core Group Meeting:

Das seit dem Jahr 2009, neben der alljährlichen Hauptkonferenz in München stattfindende  Veranstaltungsformat der Münchner Sicherheitskonferenz, dient dazu, die Arbeit des weltweit wichtigsten Forums der Außen- und Sicherheitspolitik zu verstetigen und einem exklusiven Teilnehmerkreis an weltweit wechselnden Orten die Möglichkeit zu geben, im kleinen Rahmen über zentrale Themen der internationalen Sicherheitspolitik zu diskutieren und nachhaltige Lösungsansätze zu entwerfen.

21. Oktober 2010,

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