Warum eine euro-atlantische Einheit für die Weltordnung notwendig ist? Strategiepapier von Sicherheitspolitikern fordert Sicherheitsgemeinschaft mit Russland

München - Die Vereinigten Staaten, Europa und Russland müssen eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung einer zunehmend fragmentierten internationalen Ordnung spielen. Diese kommt aber erst zum Tragen, wenn sich die geographischen Räume der drei Machtzentren in eine wirklich integrative und lebendige Sicherheitsgemeinschaft verwandeln.

Das fordert die European-Atlantic Security Initiative Commission des Carnegie Endowment for International Peace (EASI) in einem jüngst vorgelegten Strategiepapier, dass u.a. von namhaften Persönlichkeiten wie dem Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), Botschafter Wolfgang Ischinger, dem ehemaligen russischen Außenminister Igor Ivanov, dem ehemaligen US-Senator Sam Nunn und dem damaligen Bundesverteidigungsminister Volker Rühe verfasst wurde.

Eine solche Sicherheitsgemeinschaft, der Russland als gleichberechtigter Partner angehören soll, wird jedoch nur durch politische Entschlossenheit und einen weitreichenden Wandel im politischen Bewusstsein der Akteure möglich sein, so die Autoren. Kommt es nicht zu einer Transformation der Sicherheitsbeziehungen, befürchtet die EASI-Kommission, wird der euro-atlantische Raum ein Opfer seiner eigenen inneren Spannungen sowie ungelösten Konflikte sein, und nur noch unzureichend auf die sicherheitspolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts reagieren können.

10. November 2010,

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