Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, zu Gesprächen in Moskau

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) trifft den ersten stellvertretenden russischen Außenminister Titow und nimmt an einer Diskussion in der Duma teil.

Wolfgang Ischinger, der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz (Photo: MSC).

Bei den andauernden internationalen Bemühungen um eine diplomatische Lösung des Konflikts in der Ukraine könnten auch Begegnungen im Rahmen der bevorstehenden Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) im Februar 2015 eine Rolle spielen. Bei Gesprächen in Moskau, insbesondere bei einem ausführlichen Treffen mit Russlands erstem stellvertretenden Außenminister Wladimir Titow, erörterte der MSC-Vorsitzende Botschafter Wolfgang Ischinger heute die Ukrainekrise und die Schwerpunkte der 51. Münchner Sicherheitskonferenz, die vom 6. bis 8. Februar 2015 stattfinden wird.
 
Botschafter Ischinger erklärte dazu:

„Sollte die besorgniserregende erneute Zuspitzung des Konflikts in der Ost-Ukraine anhalten, könnte die international hochrangig besetzte MSC eine zusätzliche diplomatische Plattform bieten, um Möglichkeiten zur friedlichen Konfliktlösung und zur Stabilisierung und Stärkung der gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur bilateral und multilateral zu erörtern. Dabei sollte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) eine weiter wachsende wichtige Rolle zukommen. Mit meinen russischen Gesprächspartnern in Regierung und Parlament habe ich über den Stand der laufenden Bemühungen um die Beilegung des Konflikts, einschließlich der Rolle der OSZE, ebenso gesprochen wie über Optionen einer hochrangigen russischen Beteiligung in München. Die russische Seite hat hierbei die geplante Teilnahme von Außenminister Sergej Lawrow an der 51. MSC im Februar 2015 bestätigt."

Über die Münchner Sicherheitskonferenz:

Im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte hat sich die alljährlich im Februar stattfindende Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zu einem zentralen Treffen der internationalen "strategic community" entwickelt. Seit ihrer Gründung als "Internationale Wehrkunde-Begegnung" im Jahr 1963 ist die MSC ein unabhängiges Forum, das sich der Förderung friedlicher Konfliktlösung und internationaler Kooperation beim Umgang mit gegenwärtigen und zukünftigen sicherheitspolitischen Herausforderungen widmet. Der Vorsitzende der MSC, Botschafter Wolfgang Ischinger, hat sich bereits im Frühjahr 2014 im Auftrag des Vorsitzenden der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) um "Runde Tische" und um einen breiteren nationalen Dialog in der Ukraine bemüht.

25. November 2014, von MSC

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