MSC 2013

Der Konferenzsaal im Hotel Bayerischer Hof (Foto: Wuest).

Auch zur 49. Münchner Sicherheitskonferenz blickt die Welt wieder nach München. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa hat der Konferenzvorsitzende Botschafter Wolfgang Ischinger einen ersten Ausblick auf Themen und Teilnehmer der 49. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) gegeben, die vom 1. bis 3. Februar im Hotel Bayerischer Hof stattfinden wird.


Wie schon 2009 dürfte der US-Vizepräsident Joe Biden der prominenteste Teilnehmer sein. Er freue sich über Meldungen, dass Biden zur MSC kommen werde, sagte Ischinger. Vor vier Jahren hielt Biden in München eine vielbeachtete Rede zum „reset“ der US-amerikanischen Beziehungen zu Russland.


Zudem werden weitere hochkarätige Gäste erwartet, u.a. Russlands Außenminister Sergej Lawrow, NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, etliche Staats- und Regierungschefs sowie über 50 Außen- und Verteidigungsminister aus aller Welt. Teilnehmen werden ebenfalls Fatou Bensouda, Chefanklägerin beim Internationalen Strafgerichtshof und der Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Lamberto Zannier.


Die Bundesregierung vertreten werden Verteidigungsminister Thomas de Maizière, Finanzminister Wolfgang Schäuble, Außenminister Guido Westerwelle und Innenminister Hans-Peter Friedrich.


Unter den mehr als 70 Regierungsdelegationen, die in München erwartet werden, finden sich auch Teilnehmer aus China, Brasilien, das durch seinen Außenminister Antonio de Aguiar Patriota vertreten wird, sowie Indien und Nigeria. Ebenfalls unter den Teilnehmern sind Regierungsvertreter aus Ägypten, der Türkei und Katar, das durch Premier Hamad bin Jassim bin Jaber al-Thani repräsentiert wird.


Auch werden mehrere Vorstandschefs großer Konzerne in diesem Jahr wieder nach München reisen. So wird Ischinger erstmals in der bayerischen Landeshauptstadt den neuen Deutsche-Bank-Chef Anshu Jain begrüßen, der neben dem Vorstandsvorsitzenden der Allianz, Michael Diekmann, Telekom-Chef René Obermann und dem Aufsichtsratschef des Ölkonzerns Shell, Jorma Ollila, an der Konferenz teilnehmen wird.


Themen sind u.a. aktuelle Krisenherde wie Mali und Syrien, die transatlantische Zusammenarbeit in der NATO, die Rolle der „Rising Powers“ für die internationale Sicherheit, die Zukunft Europas und der Eurozone, das Thema Cyber-Sicherheit sowie die Schutzverantwortung (responsibility to protect).


Zu Syrien, einem der Schwerpunkte der Konferenz, erwartet Ischinger unter anderem den UN-Sondergesandten Lakhdar Brahimi. Ebenfalls eingeladen hat er Vertreter der syrischen Opposition. Den Konflikt in Syrien bezeichnete Ischinger gegenüber der dpa als ein „außerordentlich unbefriedigendes Thema“ der aktuellen Weltpolitik, das einen „mit tiefster Sorge erfüllen müsse“. Vor allem wolle er in München auch darüber diskutieren, warum die Weltmächte gegenwärtig nicht in der Lage seien, mit dem Thema Syrien verantwortungsvoll umzugehen.