Munich Security Report 2017

Post-Truth, Post-West, Post-Order?

Steht die Welt am Beginn einer Ära, die von Unordnung und illiberalen Akteuren geprägt sein wird? Zur 53. Münchner Sicherheitskonferenz, die vom 17. bis 19. Februar stattfindet, gibt die Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz zum dritten Mal einen Bericht zu aktuellen sicherheitspolitischen Themen heraus (hier können Sie den Report als PDF herunterladen).

Unter dem Titel "Post-Truth, Post-West, Post-Order?" bietet der Munich Security Report 2017 mit vielfältigen Analysen, Daten, Statistiken, Infografiken und Karten einen Überblick über wesentliche Entwicklungen und Herausforderungen der internationalen Sicherheitspolitik. Der Bericht dient als Impuls für die 53. Sicherheitskonferenz und Hintergrundlektüre für die Konferenzteilnehmer, richtet sich aber als frei verfügbarer Beitrag zur außenpolitischen Debatte auch an die interessierte Öffentlichkeit. Der letztjährige Report wurde über 25.000 Mal heruntergeladen und in der deutschen und internationalen Presse rezipiert. Die Diskussion auf Twitter wird unter #MSCreport und dem Hashtag zur Münchner Sicherheitskonferenz, #MSC2017, stattfinden.

Zu den Schwerpunktthemen der neuen Ausgabe des Munich Security Report gehören die Krise der internationalen Ordnung und der liberalen Demokratien sowie die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Weitere zentrale Felder sind die Bedrohung durch dschihadistische Gruppen, die Manipulation und Instrumentalisierung von Informationen sowie die sicherheitspolitische Lage im Pazifik und im Nahen und Mittleren Osten.

Bei der Zusammenstellung des Berichts hat die Münchner Sicherheitskonferenz, die Anfang 2017 zum vierten Mal in Folge als "Best Think Tank Conference" weltweit im "Global Go To Think Tank Index" der University of Pennsylvania ausgezeichnet wurde, mit einer Vielzahl von renommierten Partnern zusammengearbeitet. Dazu gehören u.a. die International Crisis Group, IHS Markit, Chatham House, das International Institute for Strategic Studies, die Nuclear Threat Initiative, die Hertie School of Governance und McKinsey & Company.

 

Das Trailervideo zum Report:

Einige ausgewählte Inhalte des MSR:

  • Eine exklusive Studie von McKinsey & Company beleuchtet die Anzahl an wesentlichen Waffensystemen, die in den Streitkräften der USA und Europas im Einsatz sind: 178 in Europa, 30 in den USA. Ebenso zeigt die Studie auf, inwieweit sich die Verteidigungsindustrie in Europa in den vergangenen Jahrzehnten konsolidiert hat.
  • Projektionen von IHS Markit demonstrieren, dass die Verteidigungshaushalte in Westeuropa bis 2020 kaum steigen werden, während die Haushalte in osteuropäischen Staaten bis dahin im Durchschnitt um über 3% pro Jahr anwachsen.
  • Analysen aus diversen Quellen zeigen, dass eine steigende Anzahl an Bürgern in Demokratien an autoritäre Lösungen glaubt und der Grad an Freiheit in der Welt abnimmt.
  • Erhebungen von IHS Markit belegen, dass im Jahr 2016 nur 20% der russischen Luftangriffe in Syrien Zielen des "Islamischen Staates" galten.
  • Exklusive Umfragen zur öffentlichen Meinung im Iran des Center for International Security Studies at Maryland dokumentieren: Eine Mehrheit der Iraner ist überzeugt, dass europäische Länder bei der Wiederaufnahme wirtschaftlicher Beziehungen langsamer vorgingen, als es möglich wäre, da sie sich vor amerikanischem Druck fürchteten.
  • Neu ausgewertete und teils unveröffentlichte Daten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zeigen die Anzahl an Waffenstillstandsverstößen in der Ukraine sowie die Behinderung der Arbeit der OSZE-Überwachungsmission durch die Kriegsparteien.
  • Zuvor nicht veröffentlichte Analysen der Hertie School of Governance vergleichen die Budgets und die Social Media-Reichweite von staatlich finanzierten Auslandssendern: Das russische RT und das chinesische CCTV schneiden besonders gut ab. Auch haben diese Staaten in den letzten Jahren stark aufgeholt, was die globale Präsenz staatlich geförderter Kulturinstitute angeht.
  • Neue Analysen aus "The Military Balance 2017" des International Institute for Strategic Studies zeigen den gegenwärtigen Stand der russischen Raketenfähigkeiten in Kaliningrad sowie die expandierenden chinesischen Marinefähigkeiten. Außerdem wird ein Überblick über die US-Präsenz im Pazifik gegeben.
  • Eine Analyse des Center for Nonproliferation Studies und der Nuclear Threat Initiative dokumentiert Nordkoreas Fortschritt auf dem Weg zu einer nuklear bestückten Interkontinentalrakete, die die Westküste der USA erreichen könnte.
  • Ein Risikofaktoren-Analyserahmen von Chatham House zeigt, wie sich ein Ausbruch einer tödlichen Krankheit zu einer globalen Pandemie entwickeln kann. Ebenso zeigt Chatham House basierend auf Daten der WHO, dass 60 Prozent aller Angriffe auf Gesundheitsinfrastrukturen seit 2014 vorsätzliche Attacken waren.